Naito in der Presse

Freiheit mit Abstrichen

Zwei Professionen: Doppelschau von Valerie Madoka Naito und Jens Besser im Haus der Architekten. Der Beruf des Architekten wird oft sehr einseitig gesehen. Dass er es nicht nur mit technischen und statischen Fragen zu tun hat, sondern auch das richtige Maß, Ästhetik und all jene Dinge, die mit Schönheit zu tun haben, eine wichtige Rolle spielen, geht oft unter. Die Architektenkammer Sachsen bemüht sich seit einigen Jahren, dieses Feld stärker in die Öffentlichkeit zu bringen und lädt regelmäßig zu Ausstellungen ins Haus der Architekten ein. Die diesjährige Winterschau „architekturgebundene freiheit“ läuft noch bis zum 24. Februar. Das heutige „Haus der Architekten“ in der Goetheallee 37 ist ursprünglich eine in den 1920er Jahren vom namhaften Architekten Bruno Paul für den Zigarettenfabrikanten Carl Bergmann entworfene und erbaute Villa. Nach einer umfangreichen Sanierung in den 1990er Jahren dient das denkmalgeschützte Gebäude nun als Sitz der Architektenkammer Sachsen nebst Versorgungswerk mit Büro- und Tagungsräumen. Im Alltagsgeschäft eher den Sorgen und Belangen der knapp 3000 eingetragenen sächsischen Architekten vorbehalten, öffnet das Haus seit sechs Jahren jährlich zur Sommerschau seine Pforten auch für Besucher. Bereits im zweiten Jahr gibt es nun zusätzlich eine Winterschau, die sich nicht nur jahreszeitlich von ihrer Vorreiterin unterscheidet. Dürfen zur Sommerzeit alle interessierten Architekten einen Einblick in ihr berufliches, aber auch zur Inspiration gereichendes Schaffen geben, wird für die Wintervariante jeweils ein Architekt der Architektenkammer persönlich angefragt, der dann gemeinsam mit einem Wunschkünstler eine Ausstellung konzeptioniert.

Freiheit mit Abstrichen